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rote Karte   roter Faden  roter Teppich  rotes Tuch  

Rote Karte

Die Idee der »roten und gelben Karten« im Fussball wurde bei der WM 1966 geboren, und seit der WM 1970 werden die gefürchteten »roten und gelben Karten« von den Schiedsrichtern eingesetzt. Nachdem der deutsche Schiedsrichter Rudolf Kreitlein beim WM-Viertelfinalspiels England gegen Argentinien den bereits verwarnten Mannschaftskapitän der Argentinier des Feldes verwies, weigerte sich dieser 10 Minuten das Spielfeld zu verlassen und die Platzverweisgesten zu verstehen. Erst nach heftigen Diskussionen verließ der argentinische Mannschaftskapitän in Polizeibegleitung das Spielfeld.
Auf der Rückfahrt aus dem Stadion – inspiriert von vielen roten Verkehrsampeln - entwickelte Rudolf Kreitlein gemeinsam mit dem englischen Schiedsrichter-Betreuer Ken Aston die Idee, »gelbe« und »rote Karten« als international verständliche und eindeutige Symbole einzuführen. Der Vorschlag der beiden wurde von der FIFA angenommen und seit der Weltmeisterschaft 1970 zücken die Schiedsrichter »Gelbe« und »Rote Karten«.

Roter Faden

Unter einem »roten Faden« versteht man einen leitenden und verbindenden Grundgedanken, also ein Grund- oder Leitmotiv das sich als verbindendes und wiederkehredes Element durch ein Thema zieht.
Die Herkunft ist vermutlich militärischen Ursprungs: Damit abhanden gekommene Schiffstaue leicht zu identifizieren waren, lies die englische Marine in ihre Schiffstaue einen roten Faden einflechten.
Goethe zitierte diese Praxis in seinen "Wahlverwandtschaften" wie folgt: „Wir hören von einer besondern Einrichtung bei der englischen Marine. Sämtliche Tauwerke der königlichen Flotte, vom stärksten bis zum schwächsten, sind dergestalt gesponnen, dass ein roter Faden durch das Ganze durchgeht, den man nicht herauswinden kann, ohne alles aufzulösen, und woran auch die kleinsten Stücke kenntlich sind, dass sie der Krone gehören.“ (Teil 2, Kapitel 2) „Ebenso zieht sich durch Ottiliens Tagebuch ein Faden der Neigung und Anhänglichkeit, der alles verbindet und das Ganze bezeichnet.“ (Teil 2, Kapitel 4) Der durchgehende »rote Faden« im Tauwerk wird hier verglichen mit dem immer wiederkehrenden Motiv in Ottlilies Tagebuch.

Roter Teppich

Heute kennen wir den »roten Teppich« als Tummelplatz und Präsentationsfläche von Stars, doch bereits seit dem Mittelalter dienen rote Teppiche dazu bei wichtigen Anlässen und Personen deren Wichtigkeit und Bedeutung zu unterstreichen. Wichtigen Gästen legte man als Willkommensgeste ein Teppich vor die Füsse, so berührten die Füsse des Gastes nicht mehr den kalten schmutzigen Fußboden.
Aufgrund der Kostbarkeit des roten Farbstoff Purpur, gewonnen aus den Drüsensekret der "Purpurschnecke", war die Farbe Rot Monarchen und Kirchenfürsten vorbehalten. Nach einer kriegerischen Auseinandersetzung war es üblich, dass der Besiegte ein Zeichen der Unterwürfigkeit und des Respekts setzte. Dazu diente das Ausbreiten des "roten" Mantels vor dem Sieger. Irgendwann wurde der rote Mantel durch den »roten Teppich« ersetzt und dient noch heute als Zeichen der Ehrerbietung für hohen Besuch.

Rotes Tuch

Ein »rotes Tuch« sybolisiert eine Sache, die jemanden sehr ärgert oder provoziert, oder jemanden der einen sehr wütend macht. »Der ist für mich wie ein rotes Tuch!«.
In den letzten Phase eines Stierkampf reizt der Matador den Stier mit einem dunkelroten Tuch, der Muleta. Entgegen des populären Irrtums reagieren die Tiere nicht aggressiv auf die Fabe rot (Rinder sind "rot-farbenblind"), sondern auf die schnellen Bewegungen des Tuches.
Diese "Reiztuch" für den Stier war ursprünglich weis, und wurde dann der Farbe des Blutes angepasst, das auf einem »roten Tuch« weit weniger auffällt als auf einem weissen Tuch.

Quellen: Horst Conrad www.etymologie.info   www.blueprints.de www.redensarten-index.de Wikipedia


































 

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