Ernährung - treiben Sie es möglichst bunt - dann bleiben Sie gesund!
Bild: Copyright Buchter-Weisbrodt
Pflanzen haben ein primäres Ziel die Verbreitung ihrer Samen - nur das sichert ihnen das Überleben und ihren Fortbestand. Um dieses Ziel zu erreichen verpacken sie ihre Samen in wohlriechende, schmackhafte und bunte Früchte. Mit Düften und ansprechenden Farben locken sie uns ihre Früchte zu essen. Für unsere "Samen-Transport-Dienste" belohnen sie uns mit vielen schmackhaften, lebenswichtigen und gesunden Substanzen. Wohl die älteste und schönste Form der Werbung. Entkommen kann man diesen Verführungen kaum, wer kann schon den sinnlichen Genüssen der Natur widerstehen.
Diese Stoffe nennt man "sekundäre Pflanzenstoffe", viele davon galten früher als schädlich, heute sind sie das Lieblingskind der Ernährungsforschung. Denn zahlreiche Untersuchungen weisen darauf hin, daß sekundäre Pflanzenstoffe gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Nach dem heutigen Stand der Forschung sollen die sekundären Pflanzenstoffe dazu beitragen,
- das Krebsrisiko zu senken (antikanzerogene Wirkung),
- die Bildung freier Radikale oder anderer schädigender Moleküle zu hemmen (antioxidative Wirkung),
- das Immunsystem zu stärken (immunmodulatorische Wirkung),
- vor Infektionen mit Pilzen, Bakterien und Viren zu schützen (antimikrobielle Wirkung),
- den Cholesterinspiegel zu senken.
Wie auch immer die endgültigen Ergebnisse dieser Forschungen sein werden, viel frisches Obst und Gemüse sind ein wesentlicher Bestandteil gesunder Ernährung.
Der Wissenschaftler Lichtenstein, der sich intensiv mit Farben und der Farbtherapie befaßte, führte Selbstversuche durch, um herauszufinden, weichen Einfluß Farben im Bereich der Ernährung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen haben. Er setzte alle farbige Kost wie grüne Salate, rote Rüben und Tomaten, farbiges Obst, braunes Brot usw. ab und ersetzte sie durch sogenannte "Weißkost". Das waren u.a. Eiweiß von hartgekochten Eiern, Weißbrot, Weißmehlprodukte, Quark, Zucker, Reis, entrahmte Milch, Kochsalz u.ä. Er nahm also alle lebenswichtigen Nährstoffe zu sich, allerdings in weißer Naturform. Die Folge dieser Ernährung war, daß er nach einiger Zeit in einem Magen-Darm-Katarrh erkrankte. Durch die Wiederaufnahme von gewohnter "farbiger" Nahrung verschwand die Krankheit innerhalb von drei Tagen.
TIP: Essen Sie möglichst bunt am besten alle Farben die, die Natur an essbarem bietet. Das einfachste Gesundheitsrezept: Essen Sie nach dem "Ampelprinzip" täglich eine Mischung aus roten, gelben, grünen Gemüse und Obst.
Eine gesunde Ernährung ist für viele Menschen ein echter Genuss für die Sinne. Nicht nur der Geschmack von Obst, Gemüse, Fleisch oder Salaten ist in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung, sondern auch die Farben der einzelnen Lebensmittel spielen eine wichtige Rolle. Demnach sollte auch dieser Aspekt in nahezu jedem Diätplan Berücksichtigung finden. Es empfiehlt sich, die tägliche Ernährung nach Möglichkeit in Anlehnung an das so genannte Ampelprinzip zu gestalten. Denn nur die gesunde Mischung macht’s: rote, gelbe und grüne Obst- und Gemüsesorten peppen garantiert jeden Diätplan auf und gestalten die individuelle Ernährung überaus abwechslungsreich und schmackhaft. Überhaupt sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente die Voraussetzung für eine gute, körperliche Fitness in Verbindung mit einer frischen und gesunden Ausstrahlung. Mit „leckeren“ Farben den Tag bunt gestalten und sich dabei rundum wohl fühlen: das ist das Prinzip einer ausgewogenen Ernährung. „Ganz nebenbei“ regt ein wohlstrukturierter Diätplan natürlich auch den Stoffwechsel an und trägt effektiv dazu bei, dass die Pfunde „purzeln“.
Hier einige Informationen zur bunten gesunden Pflanzenpower:
Das Immunsystem stärken
Reichlich Vitamin A, D, E und C, Betacarotin, Saponine, Sulfide, Eiweise, Zink und Selen liefern:| Knoblauch Rettich Zwiebel |
Rettich Zwiebel Paprika Chilli |
Paprika Zitrusfrüchte |
Paprika Brokkoli Spinat |
Zitrusfrüchte Karotten |
Natürliche Antibiotika enthalten:
| Knoblauch Meerrettich Gartenkresse Zwiebel |
Radieschen | Grapefruit | Gartenkresse | Zwiebeln rot Heidelbeeren |
Carotinoide
schützen die Pflanzenzellen vor möglichen UV-Strahlenschäden, wirken vielseitig und sollen u.a. das Immunsystem stimmulieren, die Haut vor UV-Strahlungschützen und Herzinfarkt und Krebs vorbeugen. Carotinoide stecken als Farbstoffe vor allem in gelben,orangeroten und roten Pflanzen und grünen Gemüsen oder Obst wie z. B. in:
| Tomaten Erdbeeren Johannisbeeren |
Aprikosen Ananas Paprika |
Grünkohl Mangold Brokkoli |
Möhren Orangen Kürbis |
Saponine
binden Cholesterin und Gallensäure, schützen vor Darmkrebs, stärken das Immunsystem, reichlich davon liefern:
| Spargel | Rote Beete | Karotten | Erbsen Spinat grüner Spargel getrockneten und gekeimten Bohnen |
Polyphenole und Flavonoide
kommen in fast allen Obst- und Gemüsearten und Kräutern vor. Als Blütenfarben locken sie Insekten an, als Gerb- und Bitterstoffe wehren sie gleichzeitig schädliche Pilze und Schädlinge ab. Aus der Gruppe der Flavonoide sind bisher etwa 5000 meist gelbe, oft auch rote, blaue oder violette Pflanzenfarbstoffe bekannt. Die gelbe Farbe bringen die Flavonole. Rote, blaue und violette Färbung bringen die Anthocyane.Polyphenole und Flavonoide sind sozusagen das Highlight der sekundären Pflanzenstoffe, ihr Wirkspektrum ist besonders groß: Sie sollen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, wirken entzündungshemmend, können Krankheitskeime abtöten, und die Blutgerinnung regulieren. Weiter sollen sie die natürlichen Killerzellen anregen und so Krebs vorbeugen. Reichlich zu finden sind u. a. in:| Pfirsiche Mangos Orangen |
Radieschen Himbeeren Erdbeeren Kirschen |
Birnen Aprikosen Äpfel Mirabellen |
Erbsen Grünkohl Brokkoli Blattsalat |
Auberginen Rotkohl Trauben Heidelbeeren |
Links: Ausführliche Informationen zu diesen und vielen anderen sekundären Pflanzenstoffen finden Sie bei: www.ernaehrung.de und www.natürlich-gesund-online.info
Foto: www.gartenfreunde.de


