Wie und wann kam Farbe in das Fernsehen

3D_fernsehen_by_Wolfgang-Pfensig
Heutzutage kann man sich Farbe ohne Farbe gar nicht mehr vorstellen. Schon alleine die die neuesten Kinotrailer in schwarzweiß zu sehen würde für die heutige Generation wohl eine Katastrophe darstellen. Die Farbe gibt dem Film nicht nur eine Botschaft, sondern versucht auch die Emotionen einzufangen, welche vom Film vermittelt werden. Seit rund 70 Jahren existiert der Farbfilm, wobei auch heute noch hin und wieder Filme in schwarzweiß gedreht werden.

Seit 100 Jahren existiert der Farbfilm

Auch wenn es den Farbfilm bereits seit 70 Jahren gibt, so hat die Geschichte rund um den Farbfilm bereits vor 100 Jahren angefangen. Denn damals war es üblich, dass die Farben in dem Film mit der Hand hinzugefügt wurden. Das bedeutet, dass der in schwarzweiß aufgenommene Film mit insgesamt sechs Farben mittels der Hand coloriert wurde. So war es möglich, dass bereits ab dem Jahr 1896 die ersten Filme mit Farbe versehen wurde. Die Technik hielt sich bis zum Jahr 1905. Mit dem Schablonenverfahren im Jahr 1905 durch Pathe Freres wurde die Technik jedoch erleichtert.
Als in London 1909 die Geburtsstunde des Farbfilmes bekannt gegeben wurde, wurde der Film "A Visit to the Seaside" im Palace Theathre aufgeführt. Mittels Kinemacolor wurde der Film produziert und vom Fotografen George Albert Smith aus Großbritannien entwickelt. Im Vorfeld wurden rote wie grüne Filter in die Filme projiziert; danach war es mittels einer rotierenden Drehscheibe möglich, dass der Farbfilter immer wieder gewechselt wurde und ein Farbfilm entstehen konnte.

Die Entwicklung von 1912 bis 1939

Leon Gaumont entwickelte im Jahr 1912 den Farbfilm weiter und erfand das Dreifarbverfahren der Chronochrome. So wurden drei Farben in den Film injiziert, welcher mit einer Kamera mit drei Objektiven gefilmt wurde. Doch das Verfahren von Gaumont konnte sich kommerziell nicht durchsetzen und wurde 1920 wieder eingestellt. Ein weiteres Verfahren wurde mit dem Technicolor Film präsentiert. Hier war es möglich, dass der Film direkt mit den Farben aufgenommen wurde. Jedoch war es nur neuen Projektoren möglich, dass die Farbfilme wiedergegeben werden konnten. Zwischen den Jahren 1917 und 1922 wurde das Verfahren weiter entwickelt, sodass bereits der Film "The toll of the Sea" in Farbe präsentiert wurde und ein riesiger kommerzieller Erfolg wurde. In den 1930er Jahren erreichte der Technicolor Film seinen Durchbruch mit den Filmen "Schneewittchen und die sieben Zwerge" von Disney sowie "Vom Winde verweht" aus dem Jahr 1939.

Der Durchbruch durch den Farbfilm

lichtfarben_by_ecko
Die Filmindustrie erreichte mit dem Farbfilm einen Meilenstein und war durchaus nicht mehr vom Markt wegzudenken. Vor allem mit dem Color Consulant wurden die Filme immer besser. Es war möglich, dass die Farbsysteme immer detailgetreuer in die Filme projiziert werden konnten. So war es möglich, dass vor allem die Farbfilme die Kinos stürmten und zum Publikumsliebling wurden. Heutzutage ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Filme in Farbe sind. Doch immer wieder gibt es Regisseure und Filme, welche absichtlich - auf Grund der Emotion - in schwarzweiß gedreht werden. Einer der bekanntesten Filme ist ganz klar "Schindlers Liste" von Steven Spielberg, welcher seinen Film in schwarzweiß gedreht hatte. Aber nicht nur Filme werden in Farbe gedreht, sondern beispielsweise auch Musikvideos. Diese haben im Endeffekt auch den Hintergedanken, dass der Musikstil passend übermittelt wird und durch die Farbe wie Effekte neue Fans gefunden werden, welche auf Grund des Musikvideos die Musik als gut befinden. Aber auch hier gibt es Musikvideos, die immer wieder auf die Farbeffekte verzichten und in einer Zeit, wo der Farbfilm schon selbstverständlich geworden ist, wieder auf schwarzweiße Effekte gesetzt werden.


Weitere Themen in der Rubrik Kultur und Religion

 

Facebook & Co.