Frühlings-Ratgeber: Reinigung und Renovierung von Flächen, Möbeln und Geräten im Garten

gelbe Winterlinge im Frühling
Überall in der Natur regt und bewegt es sich. Weiße Schneeglöckchen und bunte Blumen beginnen zu blühen, frisches Grün taucht auf und verdrängt die winterliche Tristesse. Es wird endlich Frühling - und trotz des viertwärmsten Winters seit Beginn der Messungen im Jahre 1881 freuen sich die meisten Deutschen darauf. Das Wetter ist schwankend, hält noch Regenschauer und kalten Wind bereit. Dennoch glänzen Wiesen und Wälder öfters für einige Stunden im Sonnenschein.

Dies ist auch die Stunde aller Garten-, Balkon- oder Terrassenbesitzer. Egal, ob sie ein paar Blumenkübel auf einem winzigen Hochhausbalkon oder ein ausgedehntes Anwesen mit Baumreihen und üppigen Wiesen als ihren Garten betrachten: Sobald der Lenz sein blaues Band in den Lüften flattern lässt, wollen sie in einem gepflegten Umfeld ihren Garten oder Balkon genießen.

Materialien und typische Probleme

Doch das raue Wetter der kalten Monate setzt vielen Gartenmöbeln, Gartengeräten oder Untergründen zu. An metallenen Möbeln oder Vorrichtungen hat häufig Rost angesetzt. Dies sieht nicht nur grässlich aus. Es macht Stühle, Tische oder andere Gartengeräte in vielen Fällen poröse. Witterungsschäden können bei Gartenmöbeln, Sichtschutzvorrichtungen oder Bodenbelägen auftreten. Moos- oder Algenbefall wirken nicht nur schmutzig, sondern sind gefährlich. Insbesondere ältere Menschen können darauf leicht ausrutschen und sich verletzen.

Falls es in den Jahren zuvor nicht konsequent erledigt wurde, kann sich auch Unkraut zu einem Problem entwickeln. Überall, wo sich Fugen oder Höhlungen finden (Fliesen, Natursteinwände, andere Wegbedeckungen, Mauern) können Kräuter im Laufe der Jahre das Mauerwerk oder die Konstruktion sprengen. Alle Stühle, Tische oder sonstigen Holzprodukte können durch Nässe beeinträchtigt sein. Anfällig ist insbesondere Hartholz, beispielsweise Teak. Wer auf chemische Reinigungsarten setzt, sollte unbedingt auf entsprechende Siegel, beispielsweise vom TÜV, achten. Wenn immer es möglich ist, sollte man jedoch umweltfreundliche Methoden zum Reinigen verwenden.

Grobsäuberungen mit dem Hochdruckreiniger

Gieskannen aus Zink
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Hochdruckreiniger gezielt einzusetzen. Grundsätzlich sollte man ein solches Gerät der Reinigung durch den Gartenschlauch vorziehen. Handelsübliche Schläuche besitzen vier Bar und verbrauchen 3.500 Liter Wasser/ Stunde. Hochdruckreiniger entwickeln Druck bis zu 150 Bar, benötigen aber lediglich 400 Liter Wasser/ Stunde. Elektrofachhändler wie Redcoon bieten Modelle namhafter Hersteller wie: Einhell, Nilfisk Alto, Güde, Kärcher oder Bosch an, welche aus hochwertigen Materialien wie Messing produziert sind und so lange halten. Standardmäßig sind dort Filter eingebaut, welche Verschmutzungen vorbeugen. Allerdings sollten gerade ältere Menschen Modelle wählen, welche weniger als 20 Kilogramm wiegen, da sie sonst schwierig zu bewegen sind.

vermoste Steinbank
Solche Hochdruckreiniger, die auch Gartenreiniger genannt werden, dienen zunächst dazu Flächen aller Art zu reinigen. Neben der typischen Säuberung von Fliesen auf einer Terrasse oder von Holzbohlen gibt es weitere Möglichkeiten, sie einzusetzen. Größere Gartenmöbel, Tonnen, Mauern, Wände oder Jalousien können von Staub, Bemoosung oder Dreck gereinigt werden. Durch Zubehör wie
  • Waschbürsten
  • Strahlrohrverlängerungen
  • Schlauchadapter
  • Ersatzdüsen
dienen Hochdruckreiniger auch weiteren Zwecken. So können Autos, Motor- oder Fahrräder oder andere Maschinen damit gesäubert werden.

Feinsäuberungen und Renovierungen

verschmutztes Gartenwerkzeug
Spaten, Hacken, Kompostgabeln, Hecken- oder Astscheren, Harken, Schaufeln und sonstige typische Gartengeräte setzen häufig Rost an. In der Regel ist eine konsequente Reinigung mit einer Drahtbürste ausreichend. Bei intensivem Rostbefall hilft Stahlwolle. In jedem Falle ist eine Nachbehandlung sinnvoll, dazu kann man die Geräte mit einem in Öl getränkten Lappen einreiben.

Bei Metallmöbeln sind teilweise Schwing- oder Dreiecksschleifer notwendig, um nicht nur Rostbereiche, sondern auch Lack- und Farbreste zu entfernen. Wer Holzmöbel auf Vordermann bringen will, sollte nach der Säuberung lose Teile zunächst anleimen. Der Leim wird am besten mit einem feuchten Tuch abgewischt. Auch Holz muss leicht abgeschmirgelt werden (mit Schmirgelpapier, in Richtung der Faser). Der Staub wird mit feuchtem Tuch abgewischt.

rote Geranien im Holztrog

Nachbehandlung, Farbgestaltung

Dann sollte man Naturhölzer mit Wachs oder Öl behandeln. Holz muss atmen, daher sollte es niemals versiegelt werden. Hölzer und Metalle kann man jedoch auch sehr gut farblich gestalten. Dazu können Klar- oder Buntlacke in schier unendlicher Farbauswahl (Mischungen) genutzt werden.

Grundsätzlich sollten Möbel oder andere Gartenobjekte nicht in unterschiedlichen Farben gestrichen werden, da dies zusammengewürfelt aussieht. Größere Garnituren in gleichen, insbesondere dunklen Farben können jedoch monoton wirken. Am besten ist es daher, Farbtöne zu wählen, die zueinander passen, sich aber etwas voneinander abheben.


 

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