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Farben im Garten, auf Balkon und Terrasse

Die Gestaltung eines Gartens, Balkon oder Terrasse ist eine Wissenschaft für sich. Jede Pflanzung muß hinsichtlich des Standorts geplant werden: Schatten, Sonne, Nässe oder Trockenheit bestimmen die Pflanzenauswahl.

Den wohl unmittelbarsten Einfluß auf die Wirkung des Gartens, Balkon oder Terrasse haben die verwendeten Farben. Farben drücken Stimmungen aus und sollten gezielt eingesetzt werden. Farben sind das »Werkzeug« um Gartenräume optisch zu vergrößern oder zu verkleinern, dunkle Ecken zum Leuchten zu bringen und uns selbst in die unterschiedlichsten Stimmungen zu versetzen. Von Ruhe und Ausgeglichenheit, bis hin zu starken leidenschaftlichen und aufwühlenden Gefühlen.

Die bereits vorhandenen Farben dürfen wir nicht vergessen in unsere Überlegungen miteinzubeziehen. Hauswände, Gartenmauern u. -möbel, Pflasterbeläge, Pflanzgefäße usw. all dies zusammen bildet den farblichen Rahmen, in den wir die Blüten- u. Blattfarben hineinsticken.

Hier finden Sie Tipps zur Planung und Gestaltung ihres Gartens, Balkon oder Terrasse:

Grundsätzliches aus der Farblehre
Die Einzelfarben - Farbwirkung, Raumwirkung, Tipps und Tricks für optimale Farbwirkungen
Stile und Stimmungen
Überzeugende Farbkombinationen
Optische Wirkungen (Fernwirkung, Naheffekt, Hintergrund, Formen)


Grundsätzliches aus der Farblehre:


Helle Farben wirken leicht und freundlich und werden durch Sonnenschein noch betont. Sie vermitteln den Eindruck von Weite und vergrößern optisch. Ausgezeichnete Hintergrundfarben und für schattige Bereiche geeignet.
Kalte Farben wirken beruhigenden, entspannend, kühlend und erfrischend. Sie sind passiv, schaffen Distanz und geeignet zur optischen Ausweitung.   Warme Farben wirken anregend und aktivierend. Sie treten hervor, verkürzen die Entfernung und verkleinern optisch. Große Flächen können mit Hilfe von Rot auf ein optisch erträgliches Maß veringert werden.
Kalte Farben Kühle Farben (z. B. Blau, blaustichiges Rot, Violett, Blaugrün, Grüngelb und Weiß) können sehr gut untereinander kombiniert werden. Warme Farben (Gelb, Orange, Zinnoberrot, Gelbgrün) harmonieren ebenfalls gut miteinander. Achtung: Zuviel kann einen kleinen Garten oder Balkon förmlich erdrücken.
Selbstverständlich dürfen auch warme und kühle Farben aufeinandertreffen.
Entscheiden Sie sich für einen Bereich und benützen Sie den anderen nur zur Akzentsetzung, d. h. viele Pflanzen von einem Bereich (z. B. warme Farben), wenige vom anderen (also kalte Farben).
Dunkle Farbtöne wirken im Schatten dumpf, sie brauchen Sonnenlicht zur Entfaltung. Sie verkleinern Räume optisch. Dunkle Töne z. B. Rottöne lassen benachbarte Farben heller erscheinen.

Einzelfarben: Farbwirkung, Raumwirkung, Tipps und Tricks für optimale Farbwirkung

Gelb   Rot   Orange   Rosa   Blau   Violett   Weiss   Silber/Grau   Grün  


Gelbe Blüten sind hell leuchtend und warm, wirken wie eingefangener Sonnenschein, und stimmen heiter und fröhlich. GelbeBlumen entwickeln vor dunklen Hintergründen reichlich Strahlkraft.
Sie lassen benachbarte Farben dunkler erscheinen
Blumen in kräftigem Rot haben Signalcharakter.
Warme, helle Rottöne wirken pastellhaft und sanft
Dunkle Rottöne beruhigen
Kräfiges Rot setzt deutliche, manchmal auch knallige Akzente.
Dunkle Rottöne lassen benachbarte Farben heller erscheinen.
Große Flächen können mit Hilfe von Rot auf ein optisch erträgliches Maß veringert werden
Orange wirkt kräftig, lebendig, warm
und hat wie Rot Signalcharakter
Orangesetzt wie Rot deutliche, manchmal auch knallige Akzente
Rosa präsentiert sich je nach Rot-, Weiß- oder Blauanteil warm-fröhlich, zart und leicht oder kühl-vornehm Rosa gewinnt vor grauem Hintergrund an Leuchtkraft
Wirkt satter und intensiver vor weißem Hintergrund
Blau gilt als ausgesprochen »kühle« Farbe, wirkt nobel, und auch beruhigend. Blau eignet sich gut um optische Weite zu schaffen.
Vor dunklem Hintergrund kommt Blau kaum zur Geltung
Violett ähnelt in seiner Stimmung dem Blau, der Rotanteil sorgt jedoch für einen wärmenden Charakter Dunkle Töne wie Violett wirken im Schatten dumpf, sie brauchen Sonnenlicht zur Entfaltung.
Weiss ist neutral und vermittelt zwischen den verschiedensten Farbtönen.
Es braucht aber andere Nachbarfarben - und sei es kräftiges Blattgrün - um wirklich Leuchtkraft zu entfalten
Weiss weitet optisch
Silber und Grau sind neutral und vermittelnd.
Silber und Grau lassen benachbarte Farben heller erscheinen
Harmonisieren Farben die sich untereinander nicht vertragen
Grün ist ruhig und vermittelnd,
hat als beruhigende Blattfarbe Mittlerfunktion zwischen den unterschiedlichsten Blütentönen.
Gerade auf dem Balkon wird Grün oft vergessen. Grün ist eine wichtige Ruhezone zwischen den bunten Blüten.
Grün ist eine ideale Hintergrundfarbe und Mittlerfunktion zwischen den Blütenfarben.
Grün ist eine wichtige Ruhezone zwischen den bunten Blüten. Grün ist immer die Farbe der Blätter, und läßt sich durch zupflanzen von Gräsern, Efeu, Asparagus vermehren.
Diese prinzipiellen Farbwirkungen werden abgeschwächt oder modifiziert, wenn es sich um hellere Nuancen oder Zwischentöne handelt.

Überzeugende Farbkombinationen:


Ton-in-Ton-Kombinationen wirken sehr elegeant, und können je nach Farbgruppe lebhaft (Gelb -Orange) oder beruhigend (Blau -Violett) wirken.
Ton-in-Ton nennt man Arrangements, die verschiedene Blüten einer Farbe kombinieren, z. B. ein »knallroter« Kasten mit Pelargonien, Petunien und Hängeverbenen. Häufig variiert man dabei auch zwischen satten und aufgehellten Tönen einer Grundfarbe. Wenn man dann noch, verschiedene Mischtöne hinzufügt, ist man streng genommen schon beim Farbverlauf (Kombination benachbarter Farben) angekommen.

Farbkontraste mit Komplementärfarben, die sich auf dem Farbkreis gegenüberliegen, bringen sich gegenseitig am besten zum Leuchten z. B. Kontraste aus: Rot- Grün, Blau-Orange, Gelb-Violett



Fotos: www.farbe-im-garten.at

Ein Farbdreiklang ergibt sich, wenn man gedanklich ein Dreieck in den Farbkreis einzeichnet, dessen spitzen dann die passenden Farben »ausdeuten«. Läßt man Grüntöne - d.h. die Blattfarben - außen vor, kommt man dabei zwangsläufig zu bewährten Grundfarbenkombinationen wie Gelb- Rot-Blau und ihren Varianten.
Als neutrale »Nichtfarbe« steht Weiss, jenseits des Farbkreises und läßt sich beliebig kombinieren.


Achtung: Weiss pluß helles Gelb oder mit stark aufgehellten anderen Farben wirkt jedoch oft einfach blass.
Zwei grundsätzliche Möglichkeiten, Weiss effekvoll einzusetzen:
Addieren Sie weiße Blüten zu bunten die einen Komplementärkontrast bilden. Tauschen sie in einem Farbdreiklang eine der drei Komponenten gegen Weiss aus.
Weiss-Rot-Blau ist z. B. Eine schöne Kombination mit ganz eigenem Flair.

Stile und Stimmungen


Aktive, fröhliche Stimmung
Bei hohem Gelb-, Orange-, und Rotanteil ergibt sich ein munteres, weithin leuchtendes Bild. Doch selbst fröhliche Gemüter werden von solchen Arrangements »erschlagen«, wenn das Auge keinen Ruhepunkt findet. Vor allem auf kleinen Balkons kann allzu bunte Pracht mit der Zeit erdrückend wirken. Weiß u. Grün (Blattpflanzen) sorgen für Ruhepunkte.

Romantische Stimmung
Weiß, Blau, Violett und Rosa sowie pastellige Töne schaffen eine »romantische« zart-beschwingte Grundstimmung. Auf engem Raum erweist es sich oft als vorteilhaft, wenn sanfte Töne vorherrschen. Dominierendes Blau und Weiß können sorgar einen kleinen Garten oder Balkon größer wirken lassen.


Fotos: www.farbe-im-garten.at

Nobel-elegante Stimmung
Weiß, Blau, Violett sowie pastellige Töne schaffen eine noble auch vornehme Grundstimmung.


Fotos:


Allgemein
Eng ist das Wechselspiel zwischen Farben und Formen. Große, auffällige Blüten verkörpern die Farbwirkungen und Stimmungen sehr plakativ, man denke nur an die deutliche Leuchtkraft roter Begonien oder die ausgesprochen »noblen« blauvioletten Petunienblüten. Zierliche Blüten, auch wenn die Pflanzen reichlich damit besetzt sind, wirken immer etwas lockerer und verspielter, selbst bei knalligen Blütenfarben.

Optische Wirkungen:

Fernwirkung
erzielen Sie mit Pflanzen, die große Blüten und/oder einen reichen Flor ansetzen z.B. Pelagonien, Petunien oder Begonien
Hintergrund:
Jede Bepflanzung befindet sich vor einem Hintergrund, der sie farblich beeinflusst.
Vor einem hellen Hintergrund (Wand usw) kräftige Farben.
Vor einem dunklen Hintergrund helle, pastellfarbene Blütenfarben.
Naheffekt
erzielt man mit Blumen mit wenigen, zarten oder filigranen Blüten
Formen:
Quadratische, kreisförmige oder sechseckige Beete oder Pflanzgefäße wirken ruhig und statisch.
Rechteck- und Ovalformen sind neutral.
Alle schrägen, geschwungenen oder schmalen Flächen oder Pflanzgefäße bringen Schwung in den Garten.
Wuchsformen:
Eine gezielte Auswahl von Wuchsformen ist zu empfehlen, weil die meisten Stauden nur wenigen Stauden nur wenige Wochen blühen. Dann müssen Blätter und Wuchsformen wirken. Mit halbkugelförmigen, säulenförmige oder grasartig gefächerte Pflanzen überbrücken Sie die restliche Zeit.






 

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