Künstlerzitate zu Farben Rot und Blau

Entnommen aus: Anna Blume ist rot. Farbe als Ereignis. Positionen Essays Gedichte. von Irmgard Sonnen

Künstlerzitate zu den Farben:

Mich auf mein Werkzeug besinnen,
mit dem ich alles herstellen kann.
Rot - Blau - Gelb und Licht = weiß:
Bilder, die aus dem Prozess entstehen.

Drei Grundfarben als Ausgangspunkt für unendliche Ketten von Farbtönen;
entweder Ton für Ton systematisch multipliziert und exakt dargestellt (Farbtafeln)
oder dieser künstliche Dschungel;
die Farbtöne und Formen entstehen im Verlauf
der ständigen Vermischung durch Pinselbahnen,
bilden illusionistische Räumlichkeit,
ohne dass ich Formen und Zeichen erfinden müsste:
der Pinsel zieht den gegebenen Weg von Farbfleck zu Farbfleck,
erst vermittelnd, dann mehr oder weniger zerstörend,
vermischend, bis es keine unberührte Stelle mehr gibt [...].
Gerhard Richter

Rot schirmt sich ab.
Keine Farbe ist so territorial.
Es steckt sein Revier ab,
ist auf der Hut gegenüber dem Spektrum.
Derek Jarman

Ins Helle übergehend,
wozu das Blau auch weniger geeignet ist,
wird es von gleichgültigerem Charakter
und stellt sich zum Menschen weit und indifferent,
wie der hohe hellblaue Himmel.
Je heller also, desto klangloser,
bis es zur schweigenden Ruhe übergeht - weiß wird.
Wassily Kandinsky

Blau dominiert, regiert, lebt.
Es ist das Blau des Königs aller Grenzüberschreiter,
das Blau der Fresken von Assisi.
Diese volle Leere, dieses Nichts,
das alles Mögliche umfasst,
diese übernatürliche, ästhetische Stille der Farbe,
die schließlich, jenseits von Anekdotik und formalem Vorwand,
die unsterbliche Größe eines Giotto ausmacht.
Yves Klein




 

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