Um kein anderes männliches Kleidungsstück ranken sich so viele Legenden und Klischees wie um die Krawatte. Das Tragen von Krawatten hat eine lange Geschichte und ist militärischen Urprungs. Die Krawatte ist ein Symbol von Macht, Zugehörigkeit, Erotik, Erfolg und Disziplin aber auch Uniform, Pflicht, ein Phallus männlicher Potenz oder einfach nur eine bürgerliche Schlinge um den Hals der Männer.
| unnütz | um einen Hemdkragen zu schliesen braucht mach heute keine Schlinge mehr | |
| unpraktisch | stört beim Händewaschen und Essen, ist ständig von Flecken bedroht, man kann sie weder selbst waschen noch bügeln | |
| lästig | sind dauern im Weg, besonders bei Wind schrenken sie das Blickfeld extrem ein | |
| gefährlich | man denke nur an die Warnhinweise auf Aktenvernichtern und Maschinen und an Weiberfasnacht;, sie stehen im Verdacht Sauerstoffmängel im Gehirn, Augenerkrankungen oder Kehlkopfkrebs auszulösen |
Was signalisiert die Farbe der Krawatte? Was ist bei der Farbwahl zu beachten?
Grundsätzlich gilt: Je dunkler desto serioser - helle Pastellfarben strahlten etwas Leichtes, Positives aus.
Die Wahl der richtigen Farbe bereitet man(n) oft Probleme, verständlicherweise denn die Farbpalette von Anzug- (ca. 80% sind grau) und Hemdenfarben (weiss und hellblau) ist sehr überschaubar.
Dies macht die Auswahl der Krawattenfarbe einfacher, denn zu grau und weiss passen aufgrund der Neutralität dieser Farben alle anderen Farben, zu blau lassen sich die meisten gut kombinieren. Für das eher konservative Arbeitsumfeld (z.B. Finanzbranche) gelten strenge farbliche Vorgaben, hier ist dunkelblau und dunkelrot Pflicht. Je dunkler die Krawatte, desto seriöser wirkt man, je kleinere und feiner die Muster darauf, desto mehr Kompetenz strahlt man aus.
Nur wer in einem nicht so konservativem Umfeld arbeitet dem steht die komplette Farbpalette zur Verfügung, hier kann man durchaus Mut zu Farbe zeigen und leben.
Mit der gewählten Farbe sollten sie sich immer wohlfühlen, denn dieses Wohlgefühl überträgt sich auf Ihre Ausstrahlung und unterstreicht und verstärkt so ihren Typ und ihre Persönlichkeit.
Blau Violett Rosa Dunkelrot Rot Orange Gelb Grün Türkis Braun Schwarz Weiss Grau
| Synonyme, Zitate und Witze zu Krawatten | |
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| Synonyme Krawatte: Schlips, Binde, Binder, Halsbinder, Kulturstrick, Managerlätzchen, Kompetenzersatz, Uniform des Mannes Krawattenträger: Büromensch, Bürohengst, Büroler, Sesselfurzer, Sesselpupser | |
| Zitate | Witze |
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Der Mann ist soviel wert, wie seine Krawatte - denn das ist er selbst, durch sie verhüllt er sein Wesen, in ihr manifestiert sich sein Geist. Der Geist des Mannes zeigt sich in seiner Fähigkeit, die Krawatte zu binden. Honoré de Balzac Die Krawatte ist ein Strick zum Aufhängen wie ihn Vasallen im Mittelalter um den Hals trugen. Ich möchte aber keinen Herren über mir haben. Der Schlips ist für mich ein Symbol der Unfreiheit. Paco Rabanne, Modedesigner Wenn ich Krawatte trage, signalisiere ich meiner Umwelt: Ich möchte behandelt werden wie jemand der Krawatte trägt. Peter Hohl, dt. Journalist und Verleger. A well-tied tie is the first serious step in life. Ist es nicht Wahnsinn, eine Krawatte zu tragen, das heißt, den Kopf in eine Schlinge zu stecken, die jeder zuziehen kann? Otto Grünmandl, österr. Schriftsteller u. Kabarettist Die Krawatte ist das Verbindungsstück zwischen Schwanz und Hirn. unbekannt Frauen sind wie Krawatten - man wählt sie meistens bei schlechter Beleuchtung, und dann hat man sie am Hals. unbekannt |
Warum tragen Männer eine Krawatte? Ober, Ober Ihre Krawatte ist in meiner Suppe! Sparsamkeit oder Geiz? Frauen sind wie Krawatten. Ein Dreiviertelverdursteter kriecht durch Wüste und ruft mit ersterbender Stimme: Wasser Wasser....... Plötzlich taucht hinter einem Sandhaufen ein anderer auf. Am Arm duzende Krawatten. Er ruft: Krawatten, Schlipse billig und gut. Der Verdurstende krächzt: Ich brauche Wasser, was soll ich mit einem Schlips und er kriecht weiter. Da taucht in der Ferne ein Hotel auf - keine Fata Morgana - sondern mit 5 Sternen. Mit letzter Kraft schleppt unser Mann sich zum Hotel - Wasser, Wasser..... Vor dem Hotel ein goldlivrierter Portier: "Ohne Krawatte kommen Sie hier nicht rein"! Warum gibt es in Ostfriesland Samstags die meisten Todesfaelle? |
| Krawatten strahlen vordergründig Manieren, Kompetenz und hohe soziale Stellung aus. Man müsste stundenlang reden um einen gleichwertigen spontanen Ersteindruck zu vermitteln. Und das für 50 Euro zu erreichen ist doch Klasse. Quelle: www.assoziations-blaster.de/info/Krawatte.html | |
Geschichtliche Spuren der Krawatten finden sich bereits im alten Ägypten, bei den Griechen und Phöniziern. Auf Darstellungen römischer Legionäre sind vor deren Brustpanzern zusammengeknotete Halsbinden die "Focalis" zu sehen. Dies hatte vermutlich einen rein praktischen Hintergrund, ein Stück Stoff um den Hals schützt gegen Schmutz und Kälte, nimmt Schweiss auf und verhindert ein aufscheuern der empfindlichen Haut am Hals. Ohne diese Halsbinden hätten die damaligen Soldaten mit ihren scharfkantigen Lederpanzern wohl permanent an wundgescheuerten Hälsen gelitten und wären kaum kampffähig gewesen. So ist die Geschichte der Krawatte eng mit Krieg und Militär verbunden.

Ludwig XIV - Frankreichs Sonnenkönig entwickelte bei einer Truppenparade 1663 eine so grosse Begeisterung für das Stück Stoff, das ein kroatisches Reiterregiment um den Hals trug, um ihre Uniformkrägen zusammenzuhalten, dass er diesen Halsschmuck „Cravate“ gleich bei Hofe einführte. So wurde dies Halstuch zum Zeichen des Adels er selbst zum Ahnherren der Krawatte. In der Folge wurde die „Cravate*“ in ganz Europa populär, war ein edles und unverzichtbares Utensil der damaligen Männermode und entwickelte sich zum heutigen Langbinder weiter.
Die ausführliche Geschichte finden sie bei www.croata.com
Bis zum heutigen Aussehen durchlief die Krawatte mehrere Entwicklungsphasen.
Im 17. Jahrhundert war es mehr ein Schal, dessen Enden machmal mit Spitzen oder Fransen verziert waren. Im Amerika des 18. Jahrhunderts findet sich die sogenannte "Bandanna", ein großes gemustertes Tuch, das mehrfach um den Hals geschlungen und dann mit einer Schleife geschlossen wurde. Der Knoten war dabei sehr wichtig! Aufgrund der Hitze in den amerikanischen Südstaaten wurde dort der mehrfach gewickelte Schal durch dünnere und schmalere Variationen ersetzt.
Im 19. Jahrhundert wurden wieder praktische Aspekte wichtig. Ein einfaches Stoffband „régate“ genannt, das manchmal gefaltet wurde und vorne mit einem Knoten zusammengebunden wurde. Die Krawatte wie wir sie heute kennen entstand, als sich Studenten aus Oxford ihre Hutbänder (der Hut war in vielen Kulturen Symbol für einen sozialen Status oder die Gruppenzugehörigkeit) mit einfachen Krawattenknoten um den Hals banden. Im 19. Jahrhundert wurden in Englands Eliteschulen Mannschaftssportarten zur Charakterbildung und Herausbildung von Führungspersönlichkeiten Teil der akademischen Ausbildung.
Bei der Ausübung von Sport geht es um Männlichkeit, Bewegung und Schnelligkeit hier stört ein Hut und es braucht einen Knoten der sich nicht löst.
So entstand die erste Universitätskrawatte, andere Institutionen und militärische Einheiten entwickelten, ähnlich wie in der Heraldik, ihre eigenen Krawatten mit Farben, Wappen oder Motiven die in Bezug zu den eigenen Aktivitäten standen. Bis heute gibt es in England so etwas wie einen Krawattencode. Wer eine Krawatte mit den Farben eines Regiments, eines Colleges, einer Schule oder eines Clubs trägt, bekennt damit noch heute seine Zugehörigkeit zur entsprechenden Institution.
In dieser Zeit entwickelten sich viele Knotentechniken, aus dem Seemannsknoten z.B. der Four-in-Hand-, der Windsor- und der doppelte Windsor-Knoten.
Die Krawatte, wie wir sie heute kennen wurde in den 1920er Jahren von dem Amerikaner Jesse Langsdorf entwickelt. Um die „régate“ steifer und widerstandsfähiger zu machen, schnitt er den Stoff diagonal und nähte die Krawatte aus 3 Teilen zusammen. Nach dieser Methode werden noch heute die meisten guten Krawatten gefertigt.
*Das Wort „Krawatte“ geht auf französisch „cravate“ bzw. „a la croate“ zurück. Dieses wiederum auf das Wort französische „croate“, von deutsch (vor allem Österreich) „Krawåt“ einer mundartlichen Bezeichnung von „Kroate“. Sie wurde auch „croatta“ genannt.
| Nur jeder vierte deutsche Mann ist durch Alter oder Beruf ein potenzieller Krawattenträger | ||
| Nach den theoretischen Physikern Thomas Fink und Yong Mao gibt es rein rechnerisch 85 Wege eine Krawatte zu binden - ästhetischen Anforderungen genügen allerdings nur 13 davon | ||
| Mehr als 600 Millionen Männer weltweit tragen regelmässig eine Krawatte | ||
| Pro Jahr werden ungefähr 800 Millionen Krawatten verkauft | Anzahl Krawatten, die jeder Mann im Schrank hat: | |
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Italien : 20 Millionen Frankreich : 10 Millionen |
Amerikaner: 8 Krawatten Italiener: 6 Krawatten Engländer: 5,9 Krawatten Deutschen: 3 Krawatten Franzosen: 2.5 Krawatten |
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Chinesische Wissenschaftler der Universität Beijing haben eine signifkante Korrelation zwischen Krawattentragen und Kehlkopfkrebs entdeckt. Im Klartext: Wer regelmäßig eine Krawatte trägt, erhöht sein Krebsrisiko um 130 Prozent. Das ist sogar mehr als beim Rauchen. Denn wer regelmäßig zur Zigarette greift, verdoppelt lediglich seine Chance auf eine bösartige Wucherung am Hals.
Zhou Shude, Leiter der Krebsforschungsabteilung in Beijing, hält Krawattetragen somit als Ursache für Krebs für erwiesen. Gerade Menschen, die sich die Krawatte eng zubinden, schnüren ihren Kehlkopf sehr ein und setzen ihn einer permanenten Reibung aus. Dies führt zu malignen Gewebeänderungen, die letztendlich zum Krebs führen. Bestärkt wird die Krebsbildung durch Stress, denen Krawattenträger beruflich besonders ausgesetzt sind. Zhou Shude führt diesen Stress aber wiederum zum Teil auf die Krawatte zurück. Durch die Teilabschnürung des Halses verringert sich die Blutzufuhr ins Gehirn, was Konzentrationsschwierigkeiten und Stress begünstigt.
Quelle: www.gustloff-online.de
Nach einer Britischen Untersuchung besteht ein Zusammenhang zwischen eng gebundenen Krawatten und dem Augeninnendruck! Bei allen Testpersonen wurde während des Krawattentragen einen erhöhten Augeninnendruck gemessen. Dies wird als Risikofaktor für bestimmte Augenerkrankungen betrachtet. Den ganzen Beitrag finden sie hier beim www.swr.de
In diesen Artikeln finden Sie Informationen warum ein Schlips im Krankenhaus nichts verloren hat.
Schlips am Ärztehals kann tödlich sein und Ärzte und Krawatten: Ein hygienischer Widerspruch?
©2000-2010 Marlene Stadler
aktualisiert am 20.01.2010